Vanessa Betzel, Siesta Deputy

Melatonin – was es tatsächlich bewirkt

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. Fällt während des Tages Licht in die Augen, so wird die Ausschüttung des Hormons unterbunden, während der Nacht bzw. bei Dunkelheit wird Melatonin aus den Speichern abgegeben und entfaltet seine schlaffördernde Wirkung.

Bei Zeitverschiebungen oder Schichtarbeit kommt es zu Verschiebungen im Melatonin-Haushalt. Damit können Schlafstörungen, also Ein- und Durchschlafprobleme mit einhergehen.

Junge liegt im Bett und schaut hoch

In den vergangenen Jahren kamen chemische und synthetische Melatonin-Produkte auf den Markt, vor denen die Gesundheitsbehörden nun warnen.

Künstliches Melatonin eignet sich nicht zur Behandlung von Schlafproblemen

Mit zunehmendem Alter produziert der Körper immer weniger Melatonin. Schlafprobleme sind die Folge. Aber auch durch Zeitverschiebungen oder Schichtarbeit kann die natürliche Melatonin-Produktion beeinträchtigt werden. Medikamente mit synthetischem Melatonin sind in einigen Ländern, wie Deutschland, ab einem gewissen Grad sogar verschreibungspflichtig, da sie mit größter Vorsicht zu genießen sind. Der Grund sind fehlende Studien zu künstlich hergestellten Melatonin-Produkten, enorme Nebenwirkungen und auch mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen der Konsumenten.

Verschiedene Tabletten

Künstlich hergestelltes Melatonin und seine Nebenwirkungen

„Melatonin umgibt ein Mythos. Wissenschaftlichen Studien hält er allerdings nicht stand“, sagt Dieter Riemann von der Universität Freiburg. Der Schlafexperte war federführend an der Überarbeitung der Leitlinien für Insomnie, also Ein- und Durchschlafstörungen, beteiligt, wobei auch künstlich hergestelltes Melatonin beurteilt wurde.

Das Resultat: Melatonin-Produkte eignen sich keinesfalls zur Therapie bei Schlafstörungen.

Der Grund: Bei Schlafstörungen muss nicht immer ein Mangel an Melatonin die Ursache sein. Wer dann seinem Körper zusätzliches, chemisches Melatonin zuführt ist morgens noch sehr müde, kann aber abends nur schwer einschlafen. Mit einem erhöhten Melatonin-Spiegel können sogar depressive Symptome einhergehen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Produkten mit Melatonin:

  • Alpträume
  • Nervosität und Reizbarkeit
  • Schädigung von Leber und Nieren
  • Sodbrennen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schnellere Hautalterung
  • Gedächtnisschwäche
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (zB. Antibabypille, Anti-Rheuma-Mittel, Blutdruckmedikamente etc.)
  • Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen

Alternativen zu Melatonin

Statt bedenkliche Produkte mit Melatonin einzunehmen raten Schlafexperten zu folgenden

Tipps, mit denen die körpereigene Melatonin-Produktion angeregt werden kann:

  • Tagsüber Licht tanken, während des Winters können auch Lichtlampen eingesetzt werden
  • Für Dunkelheit im Schlafzimmer sorgen
  • Smartphones und TV-Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen
  • Statt elektrische Wecker auf mechanische setzen
  • Melatoninreiche Nahrungsmittel gerade am Abend bevorzugen (wie Lachs, Nüsse, Cranberrys, Pilze, getrocknete Tomaten)
  • Auf Alkohol verzichten und stattdessen optimal dosierte Schlafhilfen aus natürlichen Kräutern, wie Snoooze Natural Sleep Drink bevorzugen.

„Das Getränk Snoooze verfügt durch eine standardisierte und hohe Menge an Baldrianextrakt und weiteren beruhigenden Kräutern über eine schlaffördernde Wirkung. Diese Wirkung entfaltet sich besonders gut bei regelmäßiger und mittel- langfristiger Anwendung vor dem Zubettgehen.“

Dr. Stefan Seidel, Institut für Schlaf-Wach-Forschung, Wien

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